Landwirtschaft

Das Volk der Serer lebt in ländlichen Gegenden. Doch während der vergangenen 10 Jahre haben die Auswirkungen der Armut bei der Suche nach Arbeit viele in die Großstädte speziell nach Dakar getrieben. Sie sind typische Landmenschen, sehr mit ihrer Heimat, ihren Familien und ihrer Tradition verbunden. Sie pflanzen Hirse und Erdnüsse auf Ihren Feldern. Andere leben in Küstengebiet und betreiben Fischfang. Ihre Haupterwerbstätigkeit liegt in der Landwirtschaft.

Die Serer sind talentierte Farmer und die meisten könnten ihren bescheidenen Lebensstandard selbst erwerben wenn die Regenfälle häufiger wären. Unglücklicherweise haben sich die klimatischen Bedingungen in den letzten 30 Jahren verschlechtert: der durchschnittliche Niederschlag liegt oft unter 500mm im Jahr und die Regenzeiten werden immer kürzer. Deswegen deckt die Landwirtschaft in den Dorfgemeinschaften oft nicht mehr die lebensnotwendige Versorgung ab. Das erklärt die jährliche Zuwanderung der Landbevölkerung während der Trockenzeit, wo junge Erwachsene in die Städte ziehen in der Hoffnung zu überleben und dort Nahrung für Ihre zurückgebliebene Familie auf dem Land zu finden. Deswegen ist das Gebiet der Serer ein mit Armut geschlagenes Gebiet wo die Bodenausbeutung und Abholzung stark zum Verfall der Umwelt mitgewirkt haben.

Alternative Lösungsansätze wie z.B. intensiver Gartenbau ( durch Nutzung von Wasser das aus niedrigen Brunnen gepumpt wird) statt Regenfällen verliefen wenig erfolgreich aufgrund von mangelndem Kapital, Korruption und einem mangelhaftem Bildungssystem welches sich auf die Entwicklung urbaner Elitezentren konzentriert hat. Als Lösungsansatz sehen wir, die Erstellung von Gemeinschaftsgärten welche sehr unseren Partnerkommunen helfen würde und wodurch Farmer mit den Mitteln und der Technik ausgestattet und somit befähigt werden hohe Erträge auf ganzjähriger Sicht einzufahren.

Das Beershebaprojekt verfolgt das Ziel an vorderster Spitze bezüglich neuer Technologien zu stehen und die landwirtschaftlichen Produkte durch eine gut geführte Viehzucht und Milcherzeugung aufzuwerten. Unser Viehzuchtprojekt startete im April 2012. In Zukunft möchten wir mit der Milcherzeugung an den Markt gehen da der Senegal bedauerlicherweise weiterhin stark von importiertem Milchpulver abhängig ist obwohl es im Senegal viele Kühe gibt.

Wir werden auch versuchen andere Einkommensmöglichkeiten aus weiteren Erzeugnissen dieser verbesserten Landwirtschaft zu entwickeln und diese lokal im Senegal vermarkten.